Artikel mit ‘USA 2008’ getagged
Was tun in Kalifornien?
Mittwoch, 08. Oktober 2008Für angehende Kalifornier.
Damit ich nicht umsonst herausgefunden habe, wie man (den Behörden- und Formulardschungel) in Kalifornien überlebt, möchte ich Euch den allgemeinen Erfahrungsbericht, den ich für die Studienstiftung geschrieben habe, nicht vorenthalten.
Odyssee 2008 - Rückkehr
Dienstag, 02. September 2008Ostküste: New York City - Downtown
Freitag, 15. August 2008Dies ist ein Gastbeitrag von Adrian Schulte über den ersten Tag unseres gemeinsamen Ausflugs nach New York. Adrian studiert Chemie in Münster und war im Sommer für ein Forschungspraktikum in Stony Brook, wo ich ihn für ein verlängertes Wochenende besucht habe.
Für Patrick.

Es war ein erfüllter Tag gewesen und dennoch hatten wir nicht alles gesehen, als wir im Zug von der Penn Station zurück nach Stony Brook saßen, die Port Jefferson Stichbahn der Long Island Rail Road von 1873 befahrend und müde vom Tag.
Papierblock: Licht aus
Donnerstag, 14. August 2008
Erdbeben
Mittwoch, 30. Juli 2008
Dieser Juli steht eindeutig im Zeichen der Naturereignisse. Nachdem er mit dem gap fire begonnen hatte, bescherte er uns heute ein Erdbeben, dessen Epizentrum nur etwa 50 km südöstlich von Los Angeles lag. Während ich im ohnehin ruckelnden Zug saß und nichts vom Wackeln der Erde mitbekam, folgte ein Großteil meiner Zimmereinrichtung dem Ruf der Schwerkraft und viel zu Boden. Glücklicherweise führte das Beben mit einer Stärke von 5,4 auf der Richterskala zu keinen größeren Schäden: Nach bisherigem Stand kam es zu geringfügigen Beschädigungen an einigen Gebäuden, Gas- und Wasserleitungen und fünf Menschen wurden leicht verletzt.
Bedenkt man, dass nach statistischen Prognosen die Wahrscheinlichkeit für ein verheerendes Beben in Kalifornien innerhalb der nächsten 30 Jahre 99% beträgt, kann einem ganz schön mulmig werden…
Ostküste: Boston
Dienstag, 22. Juli 2008Für Adrian.
Wie heißt es noch so schön: besser spät als nie. Mit gut zwei Wochen Verspätung folgen nun die Eindrücke von meinem Ausflug an die Ostküste. Los ging es am 3. Juli per Flugzeug nach Boston — und schon fingen die Komplikationen an.
Teppan Steak House
Donnerstag, 17. Juli 2008Für Lars.
Auch wenn sich das Teppan Steak House in Oxnard mit dem Adjektiv “Japanese” schmückt, handelt es sich bei diesem Lokal weniger um ein klassisches japanisches Restaurant als vielmehr um die amerikanisch-kalifornische Vorstellung desselben. Daran mag sich ein Purist zwar stören, doch ich konnte damit hervorragend leben, stimmten Ambiente, Service und natürlich der Geschmack doch vollkommen.
Wahrlich atemberaubend: Das Essen wird nach der Bestellung direkt am Tisch in perfekter show cooking-Manier zubereitet. Eier fliegen rotierend durch die Luft und werden mitten im Flug aufgeschlagen; Zwiebelringe werden zu einem Vulkan aufgeschichtet, mit Öl gefüllt, mit Branntwein übergossen und schließlich entzündet, um in einer eindrucksvollen Feuerfontäne flambiert zu werden. Unter dem rhythmischen Klackern andauernd im Flug befindlicher Klingen sowie Salz-, Pfeffer- und Gewürzstreuer wird aus Lachs, Shrimps und Rinderfilet schließlich ein köstliches Mahl bereitet.
Ein wahrhaft traumhaftes Fest für die Sinne. Die vortreffliche Darbietung und die Konversation mit dem Koch, der sichtlich Spaß an seiner Arbeit hat, erfreuen Auge und Herz, während die köstliche Mahlzeit dem Gaumen schmeichelt. Vortrefflich und deliziös!
Das gap fire im Rückblick
Dienstag, 15. Juli 2008Für Siggie.

Während ich mich mit Adrian an der Ostküste in Boston und New York herumgetrieben habe — Details folgen bald häppchenweise — und Siggie mit Hélène und meinen wertvollsten Besitztümern nach San Diego geflüchtet ist — besten Dank für die sichere Verwahrung meines Hab und Guts — brannte nördlich von Goleta der Wald.
Vielleicht vermochten schon meine letzten Worte, bevor ich Goleta für eine Woche verlassen hatte, die Endzeitstimmung zu erwecken, die hier tagelang herrschte. Zur Untermalung meines Berichts folgen nun auch ein paar photographische Eindrücke vom gap fire.
Flucht an die Ostküste
Freitag, 04. Juli 2008Das Gap fire nördlich von Santa Barbara/Goleta hat sich rasant weiter ausgebreitet.
In der Nacht waren 140.000 Menschen in der Region für mehr als fünf Stunden ohne Strom — als ich “mein” Haus heute morgen verlassen habe, gab es dort immer noch keine Elektrizität.
Eine graue Aschewolke bedeckt den gesamten Himmel und färbt die Sonne am hellichten Tag blutrot wie beim Sonnenuntergang. Zuweilen schneit es — Ascheflocken! Gestern Abend brauchte ich die Schutzbrille aus dem Labor und ein feuchtes Tuch vor dem Mund, um auf dem Fahrrad unbeschadet nach Hause zu kommen. Nahe “meines” Hauses haben Katastrophenschutz und Feuerwehr eine mobile Einsatzbasis errichtet. Straßen werden gesperrt und die Evakuierung von Nord-Goleta, wo auch ich wohne, ist bereits im Gang. Meine wertvollen Besitztümer befinden sich nun im Labor, die übrigen Dinge mögen Opfer der Flammen werden. Im schlimmsten Fall — wenn der Wind dreht — kann das Feuer in weniger als sechs Stunden die Küste erreichen und Goleta sowie das Studentenviertel Isla Vista dem Erdboden gleich machen…
In einer Stunde nehme ich den Bus nach Los Angeles; von dort dann per Nachtflug an die Ostküste nach Boston, wo ich mich mit Adrian treffe und wir uns gemeinsam die Feierlichkeiten zum Independence Day ansehen werden. Danach geht es weiter nach New York/Stony Brook, wo Adrian zur Zeit lebt und in organischer Chemie forscht.
Der Zeitpunkt für den Ausflug an die andere Ecke des Kontinents könnte unter den gegebenen Umständen nicht besser sein. Anders als der Titel dieses Eintrags vermuten lässt, ist das aber keine spontane Flucht sondern ein seit Wochen geplanter Urlaub.
Da ich nur mit leichtem Gepäck reise und viel unterwegs sein werde, bin ich in den nächsten Tagen nur sehr schwer bis gar nicht zu erreichen und muss auch das Blog in dieser Zeit sich selbst überlassen.
Ob “mein” Haus in Santa Barbara wohl noch steht, wenn ich nächsten Dienstag wieder hierhin zurückfliege?

