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BMW “Bimmer” Treffen in Santa Barbara

Sonntag, 04. Mai 2008

Ich hätte nie gedacht, das BMW in den USA eine riesige Anhängerschaft besitzt und quasi Kultstatus genießt. BMW Automobile heißen hier Bimmers — gesprochen “Biema(r)s”, wenn auch Uneinigkeit bezüglich der korrekten Aussprache besteht, wie man hier auf Englisch verfolgen kann. Faszinierend, fast schon surreal die dazugehörigen Germani(zi)smen: Händler, Tuning-Anbieter und dergleichen nenne sich “Autowerks”, “The Autobahn” und so weiter; das BMW-Treffen, das ich besucht habe, heißt Bimmerfest.

Während in Deutschland beharrlich über den (schädlichen?) Einfluss der stetig wachsenden Zahl von Anglizismen diskutiert wird, exportieren wir beständig deutsches Sprachgut in den amerikanischen Raum, ohne dies überhaupt zu bemerken. Wenn man in den USA Augen und Ohren offenhält, stolpert man allerorts und in allen sozialen Schichten über deutsche Wendungen und Ausdrücke: Angefangen bei “That’s übercool” auf mitreißenden Party über “gesundheit”, wenn jemand niest, bis zu “umpolung” und “eigenvalue” in der Wissenschaftssprache. Der (leider etwas betagte) Artikel “Vom «Fingerspitzengefuhl» in der US-Sprache” der Netzeitung beschreibt die Verhältnisse auch heute noch treffend.

Aber zurück zum Bimmerfest: BMW-Anhänger aus Kalifornien, den umliegenden Staaten und teilweise sogar von der Ostküste sind in Scharen mit ihren Autos aufgelaufen, um zu staunen und sich bestaunen zu lassen. Von der legendären Isetta bis zum übermotorisierten Rennwagen und der luxuriösen Sonderanfertigung für Bestbetuchte war alles vertreten. Durch und durch stilvolle Edelkarossen und sinnlose Kuriositäten wie ein Wagen mit Nintendo Wii, Apple Mac mini, Raumklanglautsprechern und sieben! Flachbildschirmen — einer sogar im Kofferraum!

Bei oder trotz alledem werde ich das Gefühl nicht los, im Hinblick auf Autos gänzlich unmännlich zu sein. Auch das Probesitzen in Rennwagen und Luxusliner haben mich nicht davon überzeugen können, von teuren, schnellen, edlen Autos zu träumen.

Das MacBook Air

Dienstag, 22. April 2008

Für Dennis.

Endlich ist es mir gelungen, Apples neueste Schöpfung, das MacBook Air, unter die Lupe zu nehmen. Ein Kollege war so freundlich, mich sein Kleinod ansehen, anfassen und ausprobieren zu lassen.

Um es kurz zu machen: Ich bin absolut enttäuscht.

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Vom Umgang mit Geld

Donnerstag, 17. April 2008

Für Marcel.

Was die täglichen Geldgeschäfte angeht, gibt es abgesehen von arm und reich mindestens zwei Arten von Leuten: Die einen haben quasi ihr gesamtes Monatsbudget im Portemonnaie oder unter dem Kopfkissen, zahlen allerorts bar, haben eine glänzende, unbenutzte EC-Karte, nutzen ihr Girokonto nur für’s monatliche Gehalt, nehmen Ein- und Auszahlungen am Schalter vor und tätigen Überweisungen per Papierformular. Die anderen haben selten mehr als 20 Euro Bargeld bei sich, aber mehrere abgegriffene, durchgebogene EC- und Kreditkarten mit teils abgebrochenen Ecken, zahlen allerorts “mit Karte”, regeln den wenigen Bargeldtransfer an Automaten und überweisen ausschließlich per Online-Banking.

Ich gehöre eindeutig zur letzten Kategorie und habe allen Unheilsbeschwörungen zum Trotz bisher nie Probleme gehabt, wenn man von einer (lustigen) Geschichte absieht. Eine münsteraner Apotheke hat ein Firmenkonto dessen Nummer meiner Kontonummer ähnelt. Natürlich werden beide Konten bei der gleichen Bank geführt und es geschah was geschehen musste: Die Apotheke hat einem Pharmaunternehmen versehentlich meine Kontonummer gegeben, sodass ich einst eine Erstattung für eine Rücksendung auf meinem Konto vorfand. Natürlich — es geht hier um Karma — habe ich das Geld zurückgezahlt. Kurz darauf wurde dann eine Lastschrift für eine Medikamentenbestellung gebucht, was mein Konto bei den typischen Pharmapreisen mehrere Tausender ins Minus katapultierte… Hat sich aber alles zügig und ohne Nachteile für mich regeln lassen. Und für diejenigen der ersten Kategorie, die sich jetzt vielleicht schelmisch freuen: Das hätte Euch auch passieren können, weil ganz ohne Girokonto kommt wohl keiner aus…

Worüber ich aber eigentlich erzählen wollte, ist das Einzahlen an Geldautomaten. Bei dem Gedanken mehrere Hunderte in einen Automaten zu stecken und zu hoffen, dass er richtig zählt, nichts vergisst, keine Scheine kaputt macht und alles hinterher auf meinem Konto landet, kann einem schon etwas mulmig werden. Dennoch habe ich das in Münster immer praktiziert, wenn ich Bargeld erhalten habe und auf’s Konto einzahlen wollte. Tatsächlich hat es bisher immer perfekt funktioniert.

Heute habe ich dergleichen — nennt es leichtsinnig — in Santa Barbara mit 1000$ gemacht. Allerdings funktioniert das hier anders — altmodischer. Man steckt das Geld in einen speziellen Umschlag, den es an den Automaten gibt, klebt diesen zu und sagt dem Automaten, dass man einzahlen möchte und wieviel. Dann öffnet sich eine Klappe und man schiebt den Umschlag hinein. Der Automat druckt Kontonummer und den Betrag, den man eingegeben hat, auf den Umschlag und macht die Klappe wieder zu. Und das war’s!
Mein Geld liegt jetzt — hoffentlich — in dem Automaten und wartet darauf, dass es von einem Bankangestellten gefunden, gezählt und meinem Konto gutgeschrieben wird. Na das nenne ich moderne Technik…

Wenn es nicht ankommt? — Tja, dann bin ich quasi tot — zumindest was Miete und Essen betrifft.

Samsung YP-U3: UMS-Modus aktivieren

Donnerstag, 17. April 2008

Der YP-U3 von Samsung ist ein kleiner MP3-Player mit 1-4GB Flash-Speicher, ansprechend modernem Design, OLED-Display und integriertem Li-Polymer-Akku. Letzteres macht ihn interessant für Leute, die auf Einwegbatterien verzichten möchten, jedoch weder Akkus noch Akkuladegerät besitzen (wollen). Über einen versenkbaren, zugegebenermaßen etwas labil erscheinenden USB-Stecker kann der YP-U3 am Computer (oder Laptop) geladen werden. Für das Aufladen ohne Computer ist die Anschaffung eines USB-Ladeadapters nötig.

Unter den kommerziell erhältlichen MP3-Playern zeichnet sich der YP-U3 besonders durch die Unterstützung von OGG Vorbis aus und scheint damit eine lohnende Investition zu sein.

Der (einzige) Haken des YP-U3 ist, dass er MTP als Übertragungsprotokoll benutzt. Im Klartext heißt das, der Player erscheint beim Anstöpseln an den PC nicht als Laufwerk (wie es UMS-Geräte tun), auf das man einfach seine Musikdateien kopieren kann, sondern als Multimediagerät Entsprechend braucht man eine spezielle Software, um Musikdateien auf das Gerät zu übertragen. Ipod-Nutzer mögen mit iTunes eine solche Geißel gewöhnt sein, aber für freie Menschen ist MTP schlichtweg inakzeptabel.
Warum? — Weil ein UMS-Gerät für den PC wie ein normales Laufwerk erscheint. Man kann unabhängig vom Betriebssystem an jedem Computer mit USB-Anschluss Musik auf und vom Player kopieren und man kann den Player als einfaches USB-Speichermedium nutzen — kurzum man ist flexibel. MTP bietet all diesen Komfort nicht, zwingt einen zur umständlichen Installation von Software und funktioniert unter Linux häufig nicht.

Was also tun? — Möglichkeit eins: nicht kaufen. Möglichkeit zwei: mit MTP arrangieren. Dazu erklärt uns Meik in seinem Blog, wie man den YP-U3 unter Linux ans laufen bekommt. Möglichkeit drei: Radikalkur durch alternative Firmware. Im Folgenden werde ich eine Möglichkeit vorstellen, den YP-U3 in ein “normales” UMS-Gerät zu verwandeln, das an jedem Computer wie ein Laufwerk erkannt wird.

Warnung: Auch wenn es bei zahlreichen Nutzern problemlos funktioniert hat, kann das Modifizieren der Firmware das Gerät nachweislich irreparabel zerstören. Ich übernehme keinerlei Haftung und Verantwortung für etwaige Schäden. Ob die Modifikation mit den Garantiebedingungen von Samsung vereinbar ist, kann ich nicht sagen. Die Modifikation kann jedoch jederzeit rückgängig gemacht werden.

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