Archiv für die Kategorie ‘USA 2008’

Waldbrand

Mittwoch, 02. Juli 2008

Kalifornien steht in Flammen, Waldbrände lodern im ganzen Staat. Seit wenigen Stunden brennen auch die ausgedorrten Wälder in den Bergen nahe Santa Barbara nur wenige Meilen von “meinem” Haus entfernt.

Das Auto, das Verrückte macht

Mittwoch, 02. Juli 2008

Für Dieter.

Mittlerweile habe ich das lästige Übel der praktischen Fahrprüfung in Kalifornien über mich ergehen lassen. Ein Unterfangen, das mich doch sehr an die Beschaffung eines gewissen Passierscheins durch zwei Gallier in einem Irrenhaus Bürogebäude erinnert hat.

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Heißer Stromausfall

Mittwoch, 25. Juni 2008

Für Axel.

Vor dem amerikanischen Stromnetz mit Spannungsspitzen und häufigen Stromausfällen hatte man mich eindrücklich gewarnt, doch konnte ich das erst nicht nachvollziehen. Während ich durchweg mit Elektrizität versorgt wurde und sich geringfügige Spannungsschwankungen nur selten am veränderten Geräusch eines Ventilators oder dem Flackern einer Stehlampe erkennen ließen, fiel stattdessen in Münster der Strom aus. Das brachte mein ausgeklügeltes Fernwartungssystem, mit dem ich meine abgeschalteten Rechner in der heimischen Wohnung von jedem Punkt dieser Erde — Internetzugang vorausgesetzt — hochfahren und fernsteuern sowie auf deren Datenspeicher zugreifen kann, gehörig durcheinander.

Letztes Wochenende war es dann schließlich so weit: Am Samstag Nachmittag gingen plötzlich für einige Minuten die Lichter in Santa Barbara aus. Doch das war erst der Anfang: es folgten vier weitere Stromausfälle. Der längste tauchte die Stadt nach Sonnenuntergang für mehr als zwei Stunden in unwirkliche Dunkelheit und Stille.

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Die M&M’s-Vielfalt: Erdnuss-Zartbitter

Samstag, 21. Juni 2008

Nach den M&M’s mit Mandel und Erdnussbutter landete heute die Sorte mit Erdnuss in dunkler Schokolade im Einkaufskorb und vermochte durchaus zu überzeugen. Der Geschmack ist den bekannten M&M’s mit der Erdnuss im Milchschokoladenmantel ähnlich jedoch insgesamt ausgewogener und angenehmer. Die Zartbitterschokolade ist weniger süß und ihre feinherbe Note harmoniert hervorragend mit der eher herzhaften Erdnuss.

Natürlich darf man keine gar zu hohen Ansprüche an die Qualität der Bitterschokolade stellen. Natürlich mundet sie und erfüllt ihren Zweck in dieser Knabbersüßigkeit durchaus. Dabei bleibt sie allerdings ein wenig trist und ohne klar definierten Charakter. Das überrascht selbstverständlich nicht, hat man es hier mit einem (günstigen) Industrieprodukt zu tun und nicht mit der Kreation eines Chocolatiers.

Nichtsdestoweniger werde ich die Zartbitter-Erdnuss-M&M’s als Süßigkeit für Nebenbei in Deutschland sicherlich vermissen. Mehr noch vermisse ich in den USA allerdings die Chocolaterie Aux Chocolats aus Münster…

Graduation Party

Dienstag, 17. Juni 2008

Für Pat.

An den letzten beiden Wochenenden wurden an der UCSB die akademischen Grade an die diesjährigen Absolventen verliehen. Obwohl das Tragen von traditioneller Robe und Hut dabei keine Pflicht mehr ist, entscheiden sich die meisten freiwillig dazu. Entsprechend zeremoniell und pompös wirken die Verleihungsfeierlichkeiten — quasi genau so, wie man es aus Film und Phantasie kennt…

Eine meine Mitbewohnerinnen hat nun ihren Bachelor und zieht in der nächsten Woche nach Frankreich, zwei Kollegen aus dem Labor tragen jetzt den Bachelor- bzw. Doktortitel. Entsprechend konnte ich mich in den letzten Tagen vor Feierlichkeiten inklusive köstlichem Essen kaum retten.

Die Party anlässlich Pats Promotion erfüllte so ziemlich alle Vorurteile, die man gegenüber Chemikern und Amerikanern haben kann: In einem abgelegenen Strandhaus mit malerischem Küstenambiente haben wir bei Kaminfeuer — ernsthaft! — ein köstliches mexikanisches Buffet gefolgt von einer herrlichen Sahnetorte genossen und schließlich Eiscreme unter Verwendung von flüssigem Stickstoff frisch zubereitet und sogleich verputzt… phantastisch.

Supermarkt auf kalifornisch

Mittwoch, 04. Juni 2008

Für Anne.

Einkaufen in einem kalifornischen Supermarkt geht fast genauso wie in Deutschland, aber eben nur fast.

Mit leichter Verwirrung nimmt man zunächst die Desinfektionstücher bei den Einkaufswagen zur Kenntnis. Man glaubt es kaum, aber viele Leute ekeln sich regelrecht davor, einen Einkaufwagen zu berühren, den vor ihnen jemand anders angefasst und kontaminiert hat. Vor der Benutzung werden also alle Kontaktstellen mit der chemischen Keule keimfrei poliert. Nur gut, dass ich als Kind genug im Dreck — ob in den USA die Sandkästen wohl desinfiziert werden? — gespielt habe, um mich auf mein Immunsystem verlassen und auf Desinfektionsmittel verzichten zu können.

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Yosemite-Park: Berge und Mammutbäume

Samstag, 31. Mai 2008

Viel zu schnell war der Ausflug nach Yosemite auch schon wieder vorbei. Nach einem weiteren anstrengenden aber sehr lohnenden Wandertag stand am nächsten Morgen schon die Heimfahrt an. Nicht jedoch ohne noch einen kurzen Zwischenstopp auf dem Glacier Point und bei den Mammutbäumen einzulegen.

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Yosemite-Park: Wasserfälle und Mondlicht

Mittwoch, 28. Mai 2008

Schon Ende Juni Mai und nicht erst im Sommer nach Yosemite zu fahren, hat sich wie erwartet ausgezahlt. Der Merced River führte gewaltige Wassermassen und stellte sich als reißender Gebirgsfluss dar. Die zahlreichen Wasserfälle waren durch die Schneeschmelze kräftig gespeist und ergossen sich in mächtigem Strom unaufhaltsam hernieder.

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Yosemite-Park: Fresno und Ankunft im Park

Montag, 26. Mai 2008

Auf dem Weg in den Yosemite-Park in Fresno Station gemacht und dort eine Nacht verbracht. Am nächsten Morgen in Yosemite angekommen und gleich das erste Blut vergossen.

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San Francisco

Sonntag, 25. Mai 2008

Für Carolin.

Zwei viel zu kurze Tage hatte ich in San Francisco, der Stadt der Hippies und Blumenkinder, verbracht. Dicht gedrängt und kompakt thront diese bunte Stadt auf einer hügeligen Halbinsel, die an drei Seiten vom Meer umschlossen ist. Platz ist überall Mangelware, sodass Gebäude, Menschen — ja das ganze Leben — eng zusammenrücken und dadurch irgendwie intensiver werden. Die Bevölkerungsdichte ist dreimal höher als in Köln und man mag kaum glauben, dass fast 800.000 Menschen auf so wenig Raum so friedlich zusammenleben können.

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