Der YP-U3 von Samsung ist ein kleiner MP3-Player mit 1-4GB Flash-Speicher, ansprechend modernem Design, OLED-Display und integriertem Li-Polymer-Akku. Letzteres macht ihn interessant für Leute, die auf Einwegbatterien verzichten möchten, jedoch weder Akkus noch Akkuladegerät besitzen (wollen). Über einen versenkbaren, zugegebenermaßen etwas labil erscheinenden USB-Stecker kann der YP-U3 am Computer (oder Laptop) geladen werden. Für das Aufladen ohne Computer ist die Anschaffung eines USB-Ladeadapters nötig.
Unter den kommerziell erhältlichen MP3-Playern zeichnet sich der YP-U3 besonders durch die Unterstützung von OGG Vorbis aus und scheint damit eine lohnende Investition zu sein.
Der (einzige) Haken des YP-U3 ist, dass er MTP als Übertragungsprotokoll benutzt. Im Klartext heißt das, der Player erscheint beim Anstöpseln an den PC nicht als Laufwerk (wie es UMS-Geräte tun), auf das man einfach seine Musikdateien kopieren kann, sondern als Multimediagerät Entsprechend braucht man eine spezielle Software, um Musikdateien auf das Gerät zu übertragen. Ipod-Nutzer mögen mit iTunes eine solche Geißel gewöhnt sein, aber für freie Menschen ist MTP schlichtweg inakzeptabel.
Warum? — Weil ein UMS-Gerät für den PC wie ein normales Laufwerk erscheint. Man kann unabhängig vom Betriebssystem an jedem Computer mit USB-Anschluss Musik auf und vom Player kopieren und man kann den Player als einfaches USB-Speichermedium nutzen — kurzum man ist flexibel. MTP bietet all diesen Komfort nicht, zwingt einen zur umständlichen Installation von Software und funktioniert unter Linux häufig nicht.
Was also tun? — Möglichkeit eins: nicht kaufen. Möglichkeit zwei: mit MTP arrangieren. Dazu erklärt uns Meik in seinem Blog, wie man den YP-U3 unter Linux ans laufen bekommt. Möglichkeit drei: Radikalkur durch alternative Firmware. Im Folgenden werde ich eine Möglichkeit vorstellen, den YP-U3 in ein “normales” UMS-Gerät zu verwandeln, das an jedem Computer wie ein Laufwerk erkannt wird.
Warnung: Auch wenn es bei zahlreichen Nutzern problemlos funktioniert hat, kann das Modifizieren der Firmware das Gerät nachweislich irreparabel zerstören. Ich übernehme keinerlei Haftung und Verantwortung für etwaige Schäden. Ob die Modifikation mit den Garantiebedingungen von Samsung vereinbar ist, kann ich nicht sagen. Die Modifikation kann jedoch jederzeit rückgängig gemacht werden.
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