Bilanz: Ein Monat herzhirnhand.de

Nachdem es herzhirnhand.de nun seit etwas mehr als einem Monat gibt, ist es an der Zeit eine erste Bilanz zu ziehen; sowohl analytisch auf Basis statistischer Fakten als auch gefühlsmäßig auf Basis meiner persönlichen Eindrücke.

Statistik

Zugriffe

Laut Wordpress-Statistik haben im Mai 510 verschiedene menschliche Besucher herzhirnhand.de aufgesucht und dabei 1746 Seitenzugriffe verursacht; meine eigenen Zugriffe, die 2219 Anfragen automatischer Systeme und die 128 Abfragen der RSS-Feeds (Was und wofür ist das?) natürlich nicht mitgerechnet. 256 Besucher fanden über Suchmaschinen (allen voran Google) auf mein Blog und 82 kamen durch eingehende Links von anderen Internetseiten hierher.

Durchschnittlich hatte das Blog pro Tag 17 Besuche und 56 Zugriffe von realen Personen.

Artikel und Kommentare

Auf herzhirnhand.de gab es im Mai 32 Artikel, wovon der Großteil allgemeinen oder persönlichen Inhalts war und mehrheitlich meine Erlebnisse und Erfahrungen in den USA thematisierte. Ein wenig aus dem Rahmen fallen die Artikel “(Grundlagen)forschung zwischen Hunger und Luxus” und besonders “Samsung YP-U3: UMS-Modus aktivieren”.

Letzterer hat keinen persönlichen Bezug zu mir, sondern liefert handfeste technische Informationen: Dort wird eine Firmware-Modifikation für den MP3-Player YP-U3 von Samsung beschrieben, mit der das Gerät als Massenspeicher (heißt: wie ein “normaler” MP3-Player) angesprochen werden kann. Mit bisher 383 Besuchen und 18 Kommentaren verzeichnet dieser Artikel die größte Aktivität. Zum Vergleich: die übrigen Artikel haben jeweils weniger als 60 Besuche und höchstens 5 Kommentare.

Betriebssysteme und Webbrowser

Betriebssystem-Statistik für Mai 2008
Wenig überraschend ist, dass mit 91,5% die meisten Besucher Windows als Betriebssystem einsetzen, wobei Windows XP mit 74% den Löwenanteil ausmacht. Das neue Windows Vista bringt es nur auf 4% und liegt damit hinter Windows 2000 (9%) aber vor dem betagten Windows 98 (2%). Rechner mit Windows 95 verirrten sich übrigens nicht hierher.

Mac OS X und Linux kommen lediglich auf 2,5% bzw. knapp 6%. Andere Unix-Systeme stellen den verschwindend geringe Rest von 0,3%. Diese Zahlen sind für mich als Linux-Nutzer zwar unerfreulich, doch hatte ich nichts anderes erwartet.

Browser-Statistik für Mai 2008.

Der Browserkampf zwischen Mozilla Firefox und Microsoft Internet Explorer geht dagegen praktisch unentschieden aus. Hier zeigt sich erfreulicherweise, dass freie Software durchaus eine ernstzunehmende Konkurrenz für kommerzielle Produkte darstellen kann.

Eindruck

Ja, ich bin zufrieden mit meinem Blog.

Einer der Gründe, mit herzhirnhand.de zu beginnen, war all die Kleinigkeiten des mehr oder weniger alltäglichen Lebens festzuhalten. Sowohl für mich zur Selbstreflexion und Erinnerung als auch für Euch, damit Ihr trotz allgegenwärtigem Zeitmangel, unzähliger Verpflichtungen und manchmal unüberbrückbarer Entfernungen ein wenig (mehr) an meinem Leben teilhaben könnt. Ein weiterer Grund für dieses Blog war zudem, mein mehr oder weniger vorhandenes (technisches) Know-How weiterzugeben. Nach den Rückmeldungen, die ich bisher bekommen habe, hat sich herzhirnhand.de wohl unter beiden Gesichtspunkten bewährt.

Auch wenn die Besucherzahlen noch reichlich Spiel nach oben haben, bin ich durchaus zufrieden mit der bisherigen Entwicklung. Mal schauen, wie das weitergeht, insbesondere wo hier in (naher) Zukunft noch einige interessante technische Artikel erscheinen werden. Natürlich werdet Ihr aber auch weiterhin mit mehr oder weniger kuriosen Geschichten aus meinem Leben versorgt.

So gesehen fühle ich mich bereits durch und durch als Blogger. Es ist schon merkwürdig — fast ein wenig beängstigend — wenn man sich dabei erwischt, wie man in allen möglichen und unmöglichen Situation darüber nachdenkt, ob sich das erlebte wohl für einen Blogbeitrag eigne und wie man diesen denn formulieren könnte… Tatsächlich spuken mir schon jetzt so viele Ideen im Kopf herum, dass ich herzhirnhand.de langfristig mit Inhalt versorgen kann. Obendrein kommen neuen Ideen momentan schneller, als ich sie formulieren oder umsetzen könnte.

Auf der anderen Seite bin ich nicht unglücklich darüber, dass mich all die anderen Dinge meines Lebens von einem gar zu tiefen Eintauchen in die Blogsphäre abhalten. Um all die Blogs zu verfolgen, die mich interessieren, dort zu kommentieren und nebenbei hier meinen eigenen Senf zu produzieren, fehlt schlicht die Zeit. Es wird also nur häppchenweise weitergehen, aber es wird definitiv weitergehen.

11 Antworten zu “Bilanz: Ein Monat herzhirnhand.de”

  1. Dennis sagt:

    So gesehen fühle ich mich bereits durch und durch als Blogger.

    Hm, dann hast du mir etwas voraus. Die Begeisterung des Bloggens ließ bei mir nach anfänglicher Euphorie langsam nach – ohne Leser, Kommentierer und Teilhaber war das Bloggen doch nur billige Selbstdarstellung. Der Sneakcast wird wahrscheinlich als einzige Ausnahme übrig bleiben.
    Twittere jetzt lieber. Da erwartet wenigstens niemand irgendwie qualitativ hochwertigen Inhalt und außerdem muss man sich kurz fassen. Bekommt mir sehr gut… ;o)

  2. Marcel sagt:

    Lebt Bloggen von den Kommentaren der Anderen?
    Nicht dass ich hier (und das tue ich in erster Linie Patrick zuliebe) nicht gerne meinen Senf abgebe, aber bislang habe ich Blogging auch immer als Selbstdarstellung verstanden. In diesem Besonderen Fall mache ich schlicht und ergreifend eine Ausnahme, weil ich ja weiß, was wirklich dahinter steckt. Quasi blogging mit Persönlichkeit.

    Naja, betrete hier ja auch gerade Neuland.

    Aber die Grafiken sind doch hübsch. ;)

  3. Andrea sagt:

    Ja dann gebe ich auch mal meinen Senf zum Bloggen ab :-)) ein Blog lebt natürlich in erster Linie von Komentaren, und zur Selbstdarstellung dient er sicherlich auch. Ich bin was das schreiben an Komentaren betrifft Neuling, habe aber schon in vielen Blogs gelesen und mußte feststellen das sich viele darin wie kleine Kinder benehmen und wirklich allen nur erdenklichen Müll veröffentlichen. So habe ich doch einige vergleiche was das Bloggen angeht und muß sagen, Patrick du hast einen sehr schön geführten Blog, man kann lesen mit welcher Hingabe du schreibst, beim lesen fühle ich mich in die Welt des schreibers versetzt……..weiter so ;o)

  4. Anne sagt:

    Ich finde es etwas bedenklich, wenn jemand ein Blog schreibt, damit andere an seinem Leben teilhaben können. Die Gefahr besteht nämlich, dass man seine Freunde auf das Weblog verweist und ihnen den Inhalt nicht noch einmal mitteilt. An und für sich ist das ja wünschenswert und zeitökonomisch! Aber ein Weblog ist für das Internet geschrieben, somit für eine unbestimmte Zahl von Personen, und damit unpersönlich. Deshalb hat es nicht die Qualität einer persönlichen Schilderung, und muss daher ggf. durch private Mails, Treffen etc. ergänzt werden.
    Wenn das Weblog selbst hauptsächlich persönliche Gedanken enthält und keine informatorischen Zwecke mehr verfolgt, bin ich mit Dennis einer Meinung, dass das eine Form der Selbstdarstellung ist, auf die man im Internet verzichten kann.

    Ach ja, was heißt eigentlich “twittern”?

  5. Dennis sagt:

    Wenn das Weblog selbst hauptsächlich persönliche Gedanken enthält und keine informatorischen Zwecke mehr verfolgt, bin ich mit Dennis einer Meinung, dass das eine Form der Selbstdarstellung ist, auf die man im Internet verzichten kann.

    Dann hast du mich falsch verstanden ;o)
    Man kann im Blog schreiben, was man denn möchte - dafür ist es ja schließlich da. Viele Blogs, die sich ausschließlich mit persönlicher Selbstdarstellung befassen, sind durchaus lesenswert und oft genug ein interessanter Einblick in das Leben Anderer (der Mensch ist ja doch ein voyeuristisch veranlagtes Tier). Traurig wird’s halt nur, wenn man das Blog nur noch für sich selbst führt, weil sonst niemand mehr mitliest. Dann ist ein Tagebuch wohl der bessere Weg ;o)
    Twitter ist das da: Eine lustige Mischung aus Instant-Messenging und Bloggen mit einer Beschränkung auf 140 Zeichen pro “Tweet”. Nennen wir es Instant-Blogging ;o)

  6. Marcel sagt:

    OMG DAS is ja schon n starkes Stück. Also so weit isses schon, dass selbst Blogs auf ein nichtssagendes Minimum reduziert werden? Ich mein bei einigen Blogs würd mans wahrscheinlich nicht mal merken, aber das ist so das klassische Phänomen unserer Zeit. Alles an Information so klein, wie möglich und häppchenweise zu servieren, dass man keine Chance mehr hat, das große Ganze zu sehen.
    Ich bin ja dem Blog schon abgeneigt (habe übrigens auch nie ein Tagebuch geführt) und das neue Docutainment das seit einigen Jahren jegliche brauchbare Doku im TV abgelöst hat, ist mir schon lange ein Graus.
    Danke nein, aber so weit möchte ich nicht gehen. Die Welt wird eines Tages noch im Smalltalk versinken….*schnüff*

  7. Dennis sagt:

    Spaß ist, wenn man trotzdem lacht…
    Natürlich ist das mundgerechte Aufbereiten von Informationen kritisch zu sehen; ist es aber nicht vielmehr so, dass man in Nachrichtenmagazin X, Printmagazin Y oder Online-Newsseite Z nur eine Seite des Themas - nämlich die des Autors - zu Gesicht bekommt, während Medien wie Blogs oder eben Twitter jedem (Einschränkungen siehe Patricks Artikel zu Technologie und Menschsein) die Möglichkeit geben, seine Meinung kund zu tun? Die Demokratisierung der Nachrichtenlandschaft quasi?
    Oder woher kamen die ersten Berichte der Erdbeben in China - ich meine nicht die staatlich gefärbten, gefilterten “Nachrichten” sondern die Tatsachenberichte, wie es wirklich ist? Ich habe da bei Twitter und in entsprechenden Blogs mehr gelesen als in allen Nachrichten zusammen!
    Verteufeln kann man neue Medien immer gut - ich plädiere ja immer dafür, so etwas erst einmal auszuprobieren, einmal mitzulesen, bevor man gleich den Untergang des Abendlandes an die Wand malt.

  8. Marcel sagt:

    Na, schon klar.

    Ich seh ein, dass es Vorteile haben KANN, von Leuten ohne Umwege zu erfahren, was nun wirklich sache ist, leider kann mir auch google nicht helfen die guten subjektiven Berichte von den schlechten zu trennen. Man könnte jatzt sagen, dass das ja allgemein so ist und damit wiederspräche man meiner obigen Aussage noch nicht einmal. Ich finde nur, dass man an kurze Meldungen immer etwas kritisch heran gehen sollte. Leider wird heutzutage vieles einfach so übernommen.
    Auch ich bin kein Übermensch und kann mich davor nicht retten, aber viele versuchen es ja noch nicht einmal mehr. Warum auch? Es ist doch so einfach häppchenweise (Halb)Wissen zu schlucken.

  9. Anne sagt:

    Ein Vorteil am Twittern ist vermutlich, dass die Leute gezwungen werden, sich kurz zu fassen. Und wenn man sich einmal ansieht, was für traurige lange Sätze gelegentlich geschrieben werden, dann gewinnt ein Medium, das in sich begrenzt ist, wieder an Wert.
    Um meine englischen Dozenten zu zitieren: “If you have to count the words, make sure every word counts.”

  10. Marcel sagt:

    Hmm….vielleicht unterschäze ich am Ende auch die Komplexität eines Kurzberichts. Mir hat man in der Schule aber auch immer vorgeworfen, dass meine Aufsätze reichlich kurz wären. Ich fand 4 Spalten völlig in Ordnung…

  11. Bloggen ist nicht gleich bloggen | herzhirnhand.de sagt:

    […] den zahlreichen Kommentaren zum kürzlich veröffentlichten Bilanz-Artikel werde ich meine Meinung zum Thema “Bloggen” etwas ausführlicher niederschreiben. […]

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